
Bene Braun (links) ist der Nachfolger von Denis Dietrich (rechts) bei KGK, die unter anderem Garmin promoten

Garmin-Produktmanager Manfred Thaler demonstriert die Foto-Künste des neuen Oregon 550 t

Das Baby von Lowrance-Outdoor-Manager Jochen Reiter hat den Outdoor Industry Award 2009 erhalten: der Lowrance Sierra
Satmap-Geschäftsführer Richard Calthrop-Owen baut auf große Bildschirme und topographische Karten
GPS-Neuheiten auf der Outdoor 2009
Die Outdoor 2009, Leitmesse für den Outdoor-Fachhandel,
zeigte in diesem Jahr auch einige interessante Neuigkeiten im GPS-Bereich.
Wir waren in Friedrichshafen, haben uns Geräte und Software angeschaut und
uns mit den Anbietern unterhalten. Neben Garmin kommen jetzt vier neue Hersteller
auf den Markt – jetzt wird es spannend auf dem Markt.
Eines zeigt sich schon jetzt: alle vier Navigations-Newcomer bringen innovative
Funktionen: die Darstellung von Rasterkarten, große Bildschirme, neue thematische
Inhalte und Routingfähigkeit sowohl auf Straßen wie auch auf Rad- und Wanderwegen
zählen dazu. Eine Bewertung der einzelnen Konzeptionen erscheint in diesem
Stadium noch zu früh – aber die meisten Geräte liegen schon bei uns zum
Test. Ob sie sich gegen die etablierten Garmin-Angebote durchsetzen können,
hängt aber sicher nicht nur von ihrer technischen Innovationskraft ab.
Garmin mit Foto-Navi und Kompaktklasse
Das Display der neuen Modelle Oregon 550 und 550 t ist verbessert worden,
einer der wesentlichen Kritikpunkte im Vergleich zur Map60/eTrex-Serie.
Zudem erhalten die Geräte einen Drei-Achsen-Kompass, um die korrekte Richtung
auch im Stand darstellen zu können. Erstmals verfügt ein Garmin-Outdoorgerät
auch über eine Kamera, wobei die 3,2 Millionen-Pixel-Bilder auch gleich
mit den Geokoordinaten versehen werden. Ob man die Speichererweiterung auf
2000 Wegpunkte und die Speichermöglichkeit von 200 Tracks und 200 Routen
braucht, ist eher eine individuelle Entscheidung. Der 500 t hat die bekannte
Europa-Karte 1:100.000 (jetzt auch mit Schweiz und Norwegen). Die nun besten
Oregon-Modelle kosten 499 bzw. 579 Euro und sollen im August auf den Markt
kommen.
Dakota 10 und Dakota 20 heißen die kleinen Brüder der Oregon-Serie. Mit
155 Gramm und den Ausmaßen 97 x 53 x 33 Millimeter) taschenfreundlich, batteriesparend,
dabei mit denselben Funktionen ausgestattet wie die großen Brüder Oregon
200 und Oregon 300. Das Dakota 20 läßt sich mit microSDSpeicherkarten erweitern,
verfügt über einen barometrischen Höhenmesser, 3-Achsen-Kompass und kann
die Signale von passenden Herz- und Trittfrequenzsensoren anzeigen. Der
Dakota 10 wird mit 279,. Euro gelistet, der Dakota 20 mit 349,- Euro. Sie
sollen noch im Juli ausgeliefert werden.
Satmap: Brite mit großem Bildschirm
und Rasterkarten
Die Firma mit Sitz südlich von London ist seit zwei Jahren mit ihren Geräten
erfolgreich auf dem britischen Markt tätig. Michael Wild von Paul Lange,
der SatMap beim deutschen Fahrradhandel vertreibt: „Der SatMap Avctive 10
kann vor allem die gewohnten amtlichen topographischen Karten der Landesvermessungsämter
darstellen und ist konsequent für den Outdoor-Einsatz konzipiert“. Hinzu
kommt ein großer 3,5-Zoll- Bildschirm und ein einfaches Bedienungskonzept.
Zur Inbetriebnahme ist kein Computer notwendig – Karte einstecken und los.
Wichtig für den Fachhandel: "SatMap konnte in Großbritannien über die letzten
zwei Jahre eine stabile Preispolitik durchsetzen“, so Wild. Der Active 10
"plus" kostet 399,. Euro, wobei bereits eine 1:50.000er topographische Karte
enthalten ist. Zur Wahl stehen die Regionen Deutschland Nord, Mitte oder
Süd, die nachträglich auch zu je 64,99 Euro geordert werden können. Als
weiterer Kartensatz stehen die amtlichen topographischen Karten im Maßstab
1:25.000 zur Verfügung, wobei Deutschland in acht Regionen eingeteilt ist
und pro Karte 69,99 Euro berechnet werden. Die robuste Fahrradhalterung
stammt übrigens von Abus und kostet 35 Euro. Beim Deutschen Alpenverein
hat sich das Satmap als quasi-offizielles Navigationsgerät etablieren können
- schließlich kann es auch die DAV-Karten darstellen.
Lowrance: Amerikaner mit Touchscreen,
Tastatur und deutschen Radrouten
Lowrance ist in den USA eine bekannte Marke von GPS- Geräten, welche vor
kurzem von der norwegischen Firma Navico übernommen worden ist. Ihre neuen
Endura-Geräte spiegeln erfreulicherweise aber auch die Anforderungen des
deutschen Marktes wider. Die outdoorfähigen Geräte haben 6,8 cm Farbdisplays
mit sowohl Touchscreen- als auch Tastatur-Bedienung, unterstützt von einer
einfachen Menüführung. Als Betriebssystem kommt das sehr variationsfähige
Windows CE zum Einsatz. Neben dem internen Speicher dienen Micro-SD-Karten
bis 32 GB für hohe Speicherkapazität. Sehr praktisch: GPX-Daten können über
ein USB-Kabel einfach auf das Gerät kopiert und verwendet werden. Bei der
Kartenverwaltung zeigt sich Lowrance besonders offen – mlich sind routingfähige
Vektorkarten für die KFZ-Navigation als auch Rasterkarten verschiedener
Hersteller, welche die gewohnte topographische Karte auf das GPS bringen.
So können bereits jetzt MagicMaps-Karten mit dem ADFC-Radrouten auf die
neuen Lowrance-Geräte geladen werden. Dazu bietet MagicMaps seine Software
Scout 4.0 für Lowrance zusammen mit dem Tour Explorer 50 für 129,00 Euro
an (www.magicmaps.de). Die drei neuen Geräte Sierra, Safari und Out&Back
liegen preislich bei 569, 389 und 239 Euro, wiegen 165 Gramm und haben zwei
AA-Akkus/Batterien zur Stromversorgung. Das Einsteigermodell Out&Back verfügt
schon über die Möglichkeit, 2000 Wegpunkte, 60 Routen und 30 Tracks zu nutzen,
das Spitzenmodell Sierra kann routingfähige Karten nutzen (die teilweise
vorinstalliert sind), verfügt über einen barometrischen Höhenmesser, 3D-Kompass,
Bildbetrachter und mp3-Player.
MyNav: Italiener mit routingfähigen
Rad- und Wanderwegen
Nächster Kandidat im Outdoor-Navigations-Rennen ist das MyNav 600 Professional
der italienischen Firma Giove, welches in Deutschland von der ppm-GmbH vertrieben
wird. Michael Singer, Geschäftsführer der ppm: „Dieses Navigationssystem
ermöglicht neben der KFZ-Navigation erstmals eine Routenberechnungsoption
für Fahrräder, die in der Kombination mit den detaillierten, topografischen
Karten ein absolutes Novum darstellt. Selbst auf Wald- und Wiesenwegen bekommt
der Radfahrer seine Fahranweisungen per Sprachausgabe angesagt.“ Das Ziel
kann als Adresse, Point of Interest, (z.B. Berggipfel, Campingplatz, Rastplatz,
etc.)oder direkt in der Karte ausgewählt werden, und schon berechnet das
Gerät die Tour. „Somit entfällt die oft schwierige und komplizierte Vorauswahl
von Touren, der Download vom PC und die komplexe, oft langwierige Beratung
beim Verkaufsgespräch,“ so Singer. Der mittelständische Navigationsspezialist
will den Fachhandel mit intensiven Schulungen motivieren. Singer: „Der Kunde
merkt sofort, ob jemand ein Datenblatt auswendig gelernt hat oder ob derjenige
das Produkt auch selbst getestet hat. Außerdem bieten wir über einen Partner
sogenannte Webinare an, über die der Händler sich kostenlos und zu jeder
Zeit im Internet über Produkte informieren kann.“ Die routingfähigen Rad-
und Wanderkarten im MyNav-Gerät stammen übrigens vom deutschen Hersteller
Alpstein, der auch schon den ADAC Tour Guide mit entwickelt hat. Das MyNav
600 Professional kostet inklusive einer von sechs deutschen Kartenregionen
649,- Euro.
TwoNav Aventura: Spanier mit offenem
Kartenkonzept
Ein ähnliches Konzept verfolgt der TwoNav Aventura der spanischen Firma
Compe GPS. Auch er vereinigt Kfz-und Outdoornavigation und bietet dabei
ein besonders offenes Kartenkonzept. Über das in einer Basisversion beiliegende
Programm „Compe GPS Land“ können Karten verschiedener Anbieter (unter anderem
auch MagicMaps) sowie auch eigene gescannte Karten auf den Aventura geladen
werden. Nicht nur Routen, sondern auch Tracks können am 3,5 Zoll großen
Bildschirm geplant werden, wobei auch ein Höhendiagramm gezeigt wird. Die
deutsche Firma Touratech, deren Programm TTQV zahlreiche digitale Karten
darstellen kann, hat ein besonderes Softwaremodul für den Aventura entwickelt,
womit die Vielzahl darstellbarer Karten nochmals deutlich gesteigert werden
kann.. Karim Kabir, dessen Firma VarioTek den Aventura in Deutschland vetreibt,
ist sich sicher: “Wir haben das richtige Produkt für den Fahrradhandel“.
Der Aventura kostet mit KFZ-Karten für Deutschland, Österreich und Schweiz
599,- Euro, mit Westeuropa-Daten 649- Euro.

Garmin-Geschäftsführerin Susanne Crefeld und Channel Marketing Managerin Doris Nöhl präsentieren umfassende Hilfen für Händler

Alles im grünen Bereich: Compe-GPS Marketing Manager Florian Gratien mit dem neuen TwoNav Aventura

Routen gemeinsam über Feld- und Waldwege: ppm-Geschäftsführer Michael Singer und sein Mynav600

